«Ziemlich beste Freunde»

Philippe ist gebildet und wohlhabend. Er lebt in einem grossen, herrschaftlichen Haus in Paris. Inmitten von Personal und Kunst. Und er ist auf Hilfe angewiesen. Denn er ist vom Hals an abwärts gelähmt. Heute ist es für ihn wieder so weit. Zum x-ten Mal sucht er sich eine neue Pflegekraft. Der junge Driss aus Senegal bekommt den Job. Das, obwohl er eben erst aus dem Gefängnis entlassen wurde. Entsprechend reagiert das Umfeld von Philippe entsetzt und verständnislos. Kommt dazu, dass Driss sich eigentlich gar keine Hoffnungen auf den Job macht. Er möchte lediglich einen Bewerbungsstempel für die Arbeitslosenunterstützung abholen. Doch weit gefehlt. Driss ist unbekümmert und mitleidlos. Philippe ist davon fasziniert und stellt ihn vom Fleck weg an.
Auf die Schnelle lernt das smarte Grossmaul die wichtigsten Handgriffe, um seinen hilflosen Boss zu pflegen. Er muss ihn duschen, in den Rollstuhl setzen, füttern und ihm Stützstrümpfe anziehen. Bald geht seine Tätigkeit weit darüber hinaus. An dieser Stelle sei nicht mehr verraten. Nur so viel noch: Driss zeigt Philippe, dass dessen Leben noch lebenswert ist. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Das Zauberwort dazu heisst Humor.
Die Tragikomödie mit dem französischen Originaltitel «Intouchables» basiert auf einer wahren Begebenheit. Omar Sy brilliert in der Rolle des Driss. Und der italienische Komponist und Pianist Ludovico Einaudi überzeugt auf seinem Klavier mit der Filmmusik. Ein Film, der ans Herz geht. Humorvoll und unterhaltsam.
«Ziemlich beste Freunde», 2011, empfohlen ab 12. Zu sehen auf Prime Video.